Stromkosten im Haushalt - Die stummen Verbraucher

m Haushalt verbrauchen wir nur die Hälfte des Stroms bewusst, durch Einschalten wie von Elektroherd oder Staubsauger, die andere Hälfte konsumieren stille Verbraucher wie Stand-by, Heizungspumpe und Kühlgeräte. Hier liegen erhebliche Sparpotentiale, ohne dass man gleich neue Geräte kaufen muss. Den großen Schalter zum Sparen gibt es nicht, aber die Summe vieler kleiner Klicks macht sich auch bemerkbar. 

Die Strompreise steigen. Für einen Haushalt mit 3 bis 4 Personen und 4.000 kWh Stromverbrauch wird die Schwelle von 1000 Euro im Jahr mit den letzten Erhöhungen überschritten. 

Zwei Möglichkeiten gibt es, die Kosten zu begrenzen: Der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter bringt einen schnellen, aber keinen anhaltenden Effekt, langfristig hilft nur eine Senkung des Verbrauchs. Viele Haushalte haben hier Reserven, die sich einfach finden lassen, ohne Einbußen am Wohnkomfort, mit kleinen Änderungen im eigenen Verhalten, mit vertretbaren Investitionen, die sich schnell rechnen. Schmallenbergs Klimaschutzmanager Helmut Hentschel hat vor allem die stummen Verbraucher wie Stand-by, Kühlgeräte und Heizungspumpen im Blick, die Strom verbrauchen ohne aufzufallen. Diese Geräte haben meist niedrige Anschlussleistungen, aber sehr lange Laufzeiten.

6 Tipps, die sich in einem Jahr umsetzen lassen: 

Sofort - Ausschalten, jeder Click bringt ein paar Cent, die sich im Jahr auf 100 Euro summieren können. 

Elektrogeräte und Bildschirme ausschalten, wenn sie nicht gebraucht werden. Bei vielen Geräten wie  Notebooks, Druckern, Spielekonsolen oder Lampen ist der Trafo nicht im Gerät eingebaut. Ausschalten am Gerät reicht nicht, sie merken dass daran, dass die Trafos warm bleiben. Schließen sie alle Trafos an eine Steckerleiste mit Schalter an und schalten sie richtig aus. 

Das erfordert Konsequenz, aber Stand-by verursacht 10 % des Stromverbrauchs. Die Verluste fallen als Wärme an, im Winter zwar hochwillkommen, aber auch 4 Mal teurer als Heizungswärme. Die Cent-Beträge sind nicht direkt spürbar, eine Nachzahlung bei der nächsten Abrechnung schon. 

Sofort - Verhalten 

Für das Tee- oder Kaffeewasser im Wasserkocher die Menge vorher abmessen. Das nervt, aber es spart Strom und Kochzeit, das Heißgetränk ist sogar schneller fertig. Ein Wäschetrockner ist bequem, aber viele Wäschestücke haben Zeit auf der Leine zu trocknen. 50 / 50 spart 50 Euro im Jahr. Die Viertel Pizza im Backofen, der Fernseher läuft, auch wenn niemand hinschaut, mal schnell die Haare trockenfönen, an 365 Tagen im Jahr werden aus Cent-Beträgen Euros. 

Sofort – möglichst wenig elektrisch heizen 

Nicht das Drehen bzw. Pumpen, sondern das Aufheizen des Wassers verbraucht in Waschmaschinen und Geschirrspülern den meisten Strom. Es versteht sich von selbst, die Maschinen nur gut gefüllt einzuschalten, Strom sparen lässt sich mit niedrigen Waschtemperaturen. Aus hygienischen Gründen reicht es, ein Mal im Monat mit 75 ° zu waschen. Bei starker Verschmutzung wählen sie ein Programm mit verlängerter Waschzeit.  

Kurzfristig - Heizungspumpe - kleine Investition erforderlich 

Die Umwälzpumpe Ihrer Heizung ist im  läuft 24 Stunden am Tag, die meiste Zeit des Jahres. Eine ungeregelte Heizungspumpe läuft auch, wenn alle Ventile an den Heizkörpern geschlossen sind. Eine ungeregelte Heizungspumpe verbraucht mehr als 500 kWh Strom, eine geregelte Pumpe etwa 150 kWh im Jahr. Mit der Ersparnis von fast 100 Euro im Jahr rentiert sich die neue Pumpe schon in wenigen Jahren.  

Bis zum Jahresende - Kühlen und Gefrieren  

Gegenüber 15 Jahre alten Geräten sparen A++-Kühlgeräte mehr als 30 % ein. Bei älteren Geräten ist es noch mehr. Spätestens beim Austausch sollten Sie den Standort prüfen, der Kühlschrank gehört nicht neben den Backofen oder den Geschirrspüler, ein Gefriergerät in den kältesten Raum im Haus. Ein Inhaltsverzeichnis für den Gefrierschrank ist zwar nicht cool, aber langes Suchen bei geöffneter Tür kostet Geld. 

Bei Neuanschaffungen 

Energieeffizienzklasse A ist schon lange nicht mehr sehr gut. 25 % weniger Stromverbrauch sind möglich, das rechnet sich, beim Waschen, Kühlen, Gefrieren und auch bei Fernsehgeräten. Unter den angebotenen Geräten gibt es viele mit mittlerem oder gar hohem Stromverbrauch. Bei vielen dieser Geräte sind, über die Lebensdauer addiert, die Stromkosten höher als der Kaufpreis. Stiftung Warentest, die Energieagentur.NRW und die Verbraucherzentrale bieten Informationsmaterial.  

2014: Anerkennung und Belohnung 

Gelingen wird die Sparaktion, wenn alle mitmachen. Kindern und Jugendlichen ist der Schutz der Umwelt ein wichtiges Anliegen, sie sind bereit, sich dafür zu engagieren. Wichtig ist, dass alle Familienmitglieder mitmachen und den Verbrauch und das gemeinsame Ziel kennen. Und nach einem Jahr muss die Leistung anerkannt und belohnt werden.

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